Es ist noch kein Jahr her, dass der St. Galler Wirtschaftsethiker Thielemann mit seiner unvorsichtigen Aussage, dass bei den politisch dominanten Kräften der Schweiz kein Unrechtsbewusstsein für die Verweigerung des Informationsaustausches in Steuerfragen bestehe, einen Entrüstungssturm ausgelöst hat.
National
Leider hat sich daran seither nichts geändert:
Unser Land verliert weltweit massiv an Ansehen, weil „Volk“ und Politik am „Buebetrickli“ der Unterscheidung von Steuerhinterziehung versus Steuerbetrug festhalten, die kantonalen Finanzchefs wollen weiterhin Steuerkorruption für ausländische Millionäre betreiben, die massiven Betrügereien des einstigen Flag-Schiffes UBS sind weder politisch noch juristisch aufgearbeitet: Die biedere Unschuldsmiene des obersten Finanzchefs (Alles nicht so schlimm – wir werdens aussitzen – mit Täubelen/Entschuldigungen kann mans noch richten!) wird durch die globalen Themen und Diskussionen der Politiker und auch der Wirtschaftsführer am WEF als beschämendes Hinterwäldlertum blossgestellt. Mit dem mangelnden Rechtsbewusstsein für Steuergerechtigkeit wird unser Land noch auf Jahre in einen letztlich erfolglosen Abwehr- und Abnützungskampf verwickelt bleiben, auch wenn Herr Steinbrück nicht mehr droht und gleichgültig ob morgen Herr Schäuble das Angebot annimmt oder übermorgen ein anderer auf die Fluchtgelder zugreifen will! Quo vadis Helvetia? Wann geht der kurzsichtige Finanzminister? Woher nehmen wir Politiker mit Wirklichkeitssinn, die vor Fragen der Ethik nicht Halt machen?
Otto Ackermann, Fontnas
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Kantonsrat

